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Mythos Dobratsch

Der Dobratsch: Villacher Gipfelerlebnis

Schutz- und Hausberg hoch über Drau und Gail: die beliebte Villacher Alpe

Schon die beiden Namen des mächtigen Bergstocks, der als Teil der Gailtaler Alpen über dem Zusammenfluss von Drau und Gail aufragt, charakterisiert seine Lage. Der Name „Villacher Alpe“ ist deutschen Ursprungs, die Bezeichnung „Dobratsch“ hat slowenische Wurzeln. Dass an diesem Ort in Kärnten zwei Kultur- und Sprachkreise aufeinandertreffen, zeigt auch die Tatsache, dass auf der Spitze des mit zwei Namen bedachten Alpengipfels zwei Wallfahrtskirchen stehen, nämlich die „deutsche“ und die „windische“. Zur Erklärung: Als Windisch wird die slowenische Mundart im unteren Gailtal und im südlichen Kärnten bezeichnet. Land und Berg hatten im wahrsten Sinne des Wortes eine jeweils recht bewegte Geschichte, wobei die des Bergstocks deutlich länger ist als die der Menschen, die an seinem Fuße leben.

Jetzt lesen: Wissenswertes über die Entstehung des Dobratsch!
gipfelkreuz
leute am gipfelkreuz

Mensch und Berg: Hirten, Pilger und Bergsteiger am Dobratsch

Urkundlich erwähnt wird der Dobratsch erstmals im Jahr 1348 – und der Anlass war kein erfreulicher. Ein mächtiger Bergsturz, ausgelöst durch ein Erdbeben, beförderte rund 150 Millionen m³ Fels ins Tal und kostete zahlreiche Menschenleben. Erst 1484 taucht der Berg wieder in den Annalen auf und diesmal ist der Grund erfreulicher. Die Muttergottes soll einem Hirten erschienen sein und ihn sowie seine gesamte Herde aus einem Unwetter gerettet haben. Daraus ist ersichtlich, dass das Vieh bereits im 15. Jahrhundert auf die Almen am Dobratsch aufgetrieben wurde. Den Hirten und Pilgern folgten im 19. Jahrhundert die Bergsteiger und Naturforscher. 

Tipp für Bergsteiger von heute: das neue Dobratsch-Gipfelhaus!

Skifahrer und Autofahrer: die Erschliessung des Dobratsch im 20. Jahrhundert

Was nun kam, ist ein „Klassiker“ in der Erschließung der Alpen. Die touristische Nutzung des Berges in Stadtnähe führte in den 1960er Jahren zur Errichtung eines Skigebiets, dessen Erfolg aber nur von kurzer Dauer war. Im Jahr 2002 wurden sämtliche Anlagen zum Schutz des Villacher Trinkwassers rückgebaut. Von Erfolg gekrönt war jedoch das Projekt „Villacher Alpenstraße“. Langen Jahren des Ringens um deren Realisierung folgte die Eröffnung der Gebirgsstraße im Jahr 1965. Die 16,5 km lange Straße führt heute durch ein außerordentlich schönes Naturschutzgebiet. Dem Schutz der Bergnatur und deren Erhaltung wurde und wird auf besonders intensive Weise Rechnung getragen, zum Beispiel durch die Eröffnung des einmaligen Alpengartens.

Lesen Sie jetzt mehr über den für Besucher geöffneten Alpengarten am Dobratsch!
rote wand
Rote Wand

Die Highlights am Dobratsch – leicht erreichbar auf der Villacher Alpenstrasse


•    Der Alpengarten mit 800 verschiedenen Pflanzen in 27 Pflanzenrevieren, für Besucher zugänglich von Anfang Juni bis Ende August (Parkplatz P6, Eintritt).

•    Die Aussichtsplattform „Rote Wand“: Einblicke in die Erdgeschichte und Ausblicke auf Karawanken und Julische Alpen (P6).

•    Deutsche Kirche Maria am Stein und Windische Kapelle am Dobratsch-Gipfel: Besuchen Sie zwei der höchstgelegenen Wallfahrtskirchen der Ostalpen (Gehzeit vom Parkplatz Rosstratte P11 rund 1,5 Stunden)! Beide Kirchen verdanken Ihre Erbauung frommen Stiftungen.

•    Innovatives Dobratsch-Gipfelhaus (ehemaliges Ludwig-Walter-Haus) aus dem Jahr 2010: ein modernes Paradebeispiel für Passivhausbau am Berg! Schöne Sonnenterrasse mit imposantem Panoramablick, Kärntner Schmankerl.

•    Gams- und Gipfelblick-Plattform, leicht erreichbar vom Parkplatz Rosstratte (etwa 20 min Gehzeit).



Unternehmen Sie am besten selbst einen Ausflug auf den Dobratsch beziehungsweise die Villacher Alpe: Die Villacher Alpenstraße ist ganzjährig befahrbar. Informieren Sie sich jetzt über Preise und Öffnungszeiten!
villacher alpe
Villacher Alpe im Winter